Revolution: Mit semantischer Suche zum Erfolg

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Revolution: Mit semantischer Suche zum Erfolg

Mit der Meldung vom Kauf des Dienstes Metaweb und dem dazugehörigen semantischen Datendienst Freebase hat Google im Juli in der Internetgemeinde für Diskussionen gesorgt. Doch obwohl die dahinterstehende mögliche Entwicklung der Suche enorm ist, blieb das große Schreien aus. Höchstwahrscheinlich deshalb, weil nicht jeder etwas mit dem Begriff semantische Suche etwas anfangen kann.

Es bietet sich daher an, nach einer Definition zu suchen. Wikipedia leistet diesbezüglich schon eine gute Vorarbeit. Darin heißt es:

Ziel des Semantischen Webs ist es, die Bedeutung von Informationen für Computer verwertbar zu machen. Die Informationen im Web sollen von Maschinen interpretiert und automatisch maschinell weiterverarbeitet werden können. Informationen über Orte, Personen und Dinge sollen mit Hilfe des Semantischen Webs von Computern miteinander in Beziehung gesetzt werden können. Bei einer Reise etwa würden Wetterdaten und Staumeldungen in Bezug zu Informationen über mögliche Haltestellen und Vorlieben des Reisenden gesetzt werden. Bei der Verknüpfung der Informationen in einem Semantischen Web können neue Zusammenhänge entdeckt werden, die zuvor nicht erkennbar waren.

Mit anderen Worten kann man sagen, dass es nicht mehr nur noch darum geht, dass man schlicht sucht. Es geht vielmehr darum, dass das Suchen besser, persönlicher gestaltet wird, also die Suchmaschinen intelligenter werden und somit die Menschen “verstehen” können. Das grundlegende Problem besteht darin, dass die Suchmaschinen erkennen müssen, ob jemand wenn er nach Golf sucht, die Automarke, den Meeresstrom oder die Sportart meint. Das soll eben mit Hilfe der semantischen Suche geändert werden.

Semantische Suche am Beispiel von WolframAlpha

Ein Beispiel für die semantische Suche ist die Website WolframAlpha. Auf dieser Seite kann man in die Suchmaske alles eingeben, was einem gerade einfällt. Einige Sekunden später werden Statistiken, Gleichungen und dergleichen ausgespuckt, dass es einem fast graust. Diese Art der Suche ist nicht nur interessant um seine Mathematikaufgaben zu lösen. So können Umfangreiche Informationen zum Entwicklungsstand in Indien abgerufen wenn man nach Indien sucht. Der Unterschied zu einer herkömmlichen Suchmaschine besteht darin, dass keine Webseiten aufgelistet werden, dessen Content relevant wäre. Content wird automatisch generiert, womit WolframAlpha zum eingegeben Keyword eine Beschreibung, Erklärung oder Definition abliefert.

Semantische Suche mit WolframAlpha

Der Algorithmus versucht die Suche zu deuten und liefert dazu bestimmte Daten

Google als semantische Suchmaschine

Dank der umfassenden Datenbank von Freebase hat Google Zugriff auf die Inhalte von Milliarden von Daten (Filme, Bilder, Bücher, Schauspieler, Unternehmen usw.) Mit Hilfe dieser Daten kann die Suche verfeinert und aus dem Kontext abgeleitet werden, wonach der Suchende letztlich sucht. Wie das Ganze aussieht bzw. umgesetzt wird, so dass der Nutzer ein ideales Ergebnis erhält, wird in diesem Video sehr schön beschrieben.

Was Google will, weiß niemand so recht. Wir können uns vieles denken, aber wissen tun es nur die Googlemitarbeiter selbst. Eines steht jedoch mit ziemlicher Sicherheit fest. Google liegt sehr viel daran, die Suche einfacher, genau und besser zu gestalten. Die neuesten Veränderungen sind derzeit die, dass man die Real-Time-Search Funktion eingebunden hat. Auf diese Weise kann man die Suche durch Twittermeldungen aufwerten und so neue und aktuelle Informationen aufgreifen. Der Plan die Suche nachhaltig zu verbessern gelingt immer mehr und gibt schon jetzt einige Ausblicke auf die Zukunft. So werden zu bestimmten Suchanfragen stark zielgerichtete Rich-Snippets ausgeliefert oder die Antwort direkt geliefert wie zum Beispiel ein Geburtsdatum. Allerdings kann Google.de im Gegensatz zu Google.com noch keine 100%igen Sofortantworten liefern.

Eine Antwort auf die Frage nach dem Geburtsdatum einer bekannten Persönlichkeit verlangt keine umfassende Analyse des Suchwortes. Der Suchende möchte lediglich das Datum wissen, das in den Serps mitunter angezeigt werden kann. Somit bekommt der Suchende seine Antwort schnell geliefert. Schwieriger wird jedoch wenn die Suche komplexer wird. Ein Beispiel wird in folgender Grafik dargestellt: Vans.

Semantische Suche mit Google

Die Grafik zeigt, welche Ergebnisse für "Vans" geliefert werden

Die Grafik veranschaulicht sehr gut, welche Hürden bei der semantischen Suche überwunden werden müssen. So kann jemand nach den Schuhen Vans suchen, er kann aber auch für den nächsten Campingausflug nach einem Van suchen. Genau das ist es, was mittel der semantischen Suche der Geschichte angehören soll.

Nach wie vor ist aber auch offen, wie sich diese Entwicklung auf die SERPs auswirken wird und wie wir SEOs uns um die “verfeinerten” Suchergebnisse kümmern können. Ziel kann es für einen SEO künftig nicht sein, die Geburtstage a) in den Serps anzeigen zu lassen und b) sie auf Platz 1 zu bringen. Es bleibt spannend. In den kommenden Tagen werde ich mich mit einer anderen “Neuerung” in den Serps beschäftigen. Wie einigen von smit ziemlicher Sicherheit schon aufgefallen ist, werden bei bestimmten Suchanfragen in den Serps statt 3 AdWords-Anzeigen 4 angezeigt. Was dahinter steckt, versuche ich wie gesagt herauszubekommen.

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